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Fast 100.000 Erdgas-Fahrzeuge auf deutschen Straßen (24.05.2019)

Bestand an Erdgas-Fahrzeugen um über fünf Prozent gestiegen

 

Nach dem rückläufigen Trend der letzten Jahre verzeichnet der Bestand an Erdgas-Fahrzeugen wieder einen deutlichen Anstieg. Mit einem Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr waren zum 1. Januar 2019 96.531 Erdgas-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen.

"Damit setzen deutsche Fahrzeughalter ein starkes Signal für mehr Klimaschutz im Verkehr. Zeit, dass die Politik ihnen folgt und Erdgas-Fahrzeuge endlich aus dem toten Winkel befreit", kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS.

Mit 84 Prozent entfällt der größte Anteil des Bestands auf den Pkw-Bereich (80.826 Fahrzeuge). Aber auch im Schwerlastverkehr erfreut sich Gasmobilität großer Beliebtheit, wie die 13.823 zugelassenen leichten Nutzfahrzeuge und Lkw belegen. Dies entspricht einem Anteil von 14 Prozent des gesamten Gasfahrzeugbestands. Eine erst kürzlich vom Bundesverkehrsministerium vorgestellte Statistik zeigt, dass sie unter anderem im Rahmen des 2018 aufgesetzten Förderprogramms für energieeffiziente Lkw verstärkt nachgefragt wurden. Während 160 Förderanträge für Lkw eingereicht wurden, die mit komprimiertem ERDGAS (CNG) betrieben werden, wurde für mit flüssigem ERDGAS (LNG) betriebene Fahrzeuge sogar 550 Mal eine Förderung beantragt.

"Der Positivtrend beweist, dass Fahrzeughalter die Kombination aus Umwelt- und Preisvorteilen zunehmend zu schätzen wissen", erklärt Kehler. Im Vergleich zu Diesel verursacht ERDGAS bis zu 90 Prozent weniger Feinstaub und 80 Prozent weniger Stickoxid. Zudem wird der CO2-Ausstoß um rund ein Viertel reduziert. Durch die Nutzung von grünem Gas ist sogar nahezu klimaneutrales Fahren möglich. Schon heute werden in Deutschland 10 TWh Biomethan produziert – genug, um den gesamten deutschen Gasfahrzeugbestand zu versorgen. Damit leistet die Gasmobilität einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zwar ist der CO2-Ausstoß des Verkehrs 2019 seit Langem wieder leicht gesunken, wie aktuelle Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen. Dennoch bewegt sich die CO2-Bilanz des Sektors nach wie vor auf dem Niveau von 1990.

"Wir haben vom Leerlauf in den ersten Gang geschaltet, für eine zügige Verkehrswende reicht das aber bei Weitem nicht aus. Nach dem Erfolg der Kohlekommission hoffen nun viele auf einen Masterplan aus der Verkehrskommission. Ihr erster Ergebnisbericht lässt jedoch probate Mittel für eine nachhaltige CO2-Reduktion vermissen. In den Umstieg auf alternative Antriebe muss Bewegung kommen – und die Politik muss ihren Beitrag dazu leisten. Dazu muss nicht nur das Förderprogramm für energieeffiziente Lkw fortgeführt werden. Auch die Betrachtung der gesamten Lebenszyklus-Emissionen eines Fahrzeugs muss endlich Standard werden. Dann kann auch grünes Gas seine Klimavorteile in der CO2-Grenzwertregelung ausspielen. Nur so wird wirksamer Klimaschutz im Verkehr nicht länger ausgebremst", fordert Kehler abschließend.

Quelle: Zukunft ERDGAS e.V.

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